Dschingis Kahn

Herrscher des Nomadenvolkes: Dschingis Kahn

Dschingis Khan war ein Herrscher des wilden Nomadenvolkes der Mongolen und kann deshalb guten Gewissens als Barbarenherrscher bezeichnet werden. Er herrschte als „Großkahn“ der Mongolen von 1206 bis 1227 und besiegte unzählige Nachbarvölker, so dass er die Grenzen des Mongolischen Reiches im Osten bis an das Japanische Meer und im Westen bis zum Kaspischen Meer ausdehnen konnte. Er einigte alle mongolischen Stämme zu einem Volk und brachte diesem durch seine Eroberungen eine lange Zeit des Friedens und der Sicherheit. Von seinen Gegnern hingegen wurde er stets als der „grausame Schlächter“ bezeichnet und gilt tatsächlich bis heute als einer der größten Massenmörder in der Geschichte der Menschheit.

Dieser Titel ist sicherlich zwei Tatsachen zu verdanken: Erstens natürlich seine eigene barbarische Determination ohne wenn und aber vorzurücken und zu erobern. Zweitens ist er sicherlich dem psychologischen Terror zu verdanken, den seine Armeen gezielt einsetzten, wenn sie z.B. gefangene Dorfbewohner als lebenden Schutzschild vor sich her trieben, um sich vor Gegenangriffen zu schützen. Das Konzept der psychologischen Kriegführung wurde von Kahns Truppen stets sehr intelligent eingesetzt: So ließen die Mongolen ihren Gegnern auf dem Schlachtfeld z.B. immer eine Fluchtmöglichkeit offen, damit diese nie mit dem Mut der Verzweiflung kämpften. Kahns Truppen konnten ohnehin immer sehr flexibel und ausdauernd reagieren, da sie als Nomaden im Prinzip ihre ganze Stadt auf Pferderücken mit sich führten. So konnten Gegner, die auf die Nähe zu Städten und Versorgungsstützpunkte angewiesen waren zermürbt werden.