Wolfhound

Wolfhound filmposterSo langsam scheinen die Russen nicht nur seit „Wächter der Nacht“ und „Wächter des Tages“ Fantasy-Luft geschnuppert zu haben. Mir Wolfhound haben sie einen der teuersten russischen Produktionen aller Zeiten abgedreht und mit den typischen, optischen Versatzstücken eines guten Barbarenfilms versehen: Düstere Wälder, dreckige Schlösser und neblige Sümpfe. Die wunderschöne Landschaft der Slowakei mit ihren Seen, Bergen und Wäldern gibt dem Streifen ein wenig episches Herr der Ringe – Feeling. Der Film hat sich in unseren Landen 2007 in die DVD-Regale eingefunden und gehört zu den besseren Fantasyfilmen, die es nicht ins Kino geschafft haben.

Die Story ist mal wieder beim Urvater Conan geklaut: Ein eigentlich friedliches Dorf wird feige von einer Armee des Bösen niedergewalzt und ein kleiner, überlebender Junge zum Extrem-Fitnessprogramm in die Minen geschickt, damit er Jahre später seinem Zorn mit der nötigen Muskelkraft Ausdruck verleihen kann. Das herangereifte Ergebnis ist ein dreckiger und unrasierter Strider-Verschnitt mit grimmiger Miene. Mit einer flugunfähigen aber echt niedlichen Fledermaus auf der Schulter macht sich „Wolfhound“ auf den Weg zum Schloss des Menschenfressers, um diesen für den einstigen Massenmord zu bestrafen. Aus dem Verlies vor Ort befreit er zudem noch den Gelehrten Tilorn und das Sklavenmädchen Niilit, welche er in die Stadt Galirad begleitet. Diese hat gerade ihre ganz eigenen Problemchen, da der böse Druide Zhadoba die Stadt bald anzugreifen gedenkt. Um seiner Stadt Schutz zu bieten, will der König von Galirad seine Tochter Helen schnell an einen fähigen Krieger verheiraten, damit dieser der Stadt beistehe. Seine Wahl ist auf den Sohn des Menschenfressers gefallen, damit Friede zwischen den verfeindeten Königreichen herrschen kann. Wolfhound begleitet Helen zu ihrem Zielort, doch der finstere Kriegsherr Zhadoba benötigt eigentlich nur Helens Blut, um damit die Todesgöttin Morana zu erwecken. Es kommt zu einem echt sehenswerten CGI-Showdown, bei dem Wolfhound mit einer Art überdimensionierten „Super-Lichtschwert“ gegen einen gigantischen Asche-Dämon kämpft. Eine Szene, die auch so manch einen Manga – abgehärteten Japaner beeindrucken sollte.

Wolfhound Trailer