Troll 3

Troll 3: D’Amatos Ator 3 – The Hobgoblin

troll 3 filmposterDer italienische Horrorfilm-Virtuose Joe D’Amato dachte sich 1990 wohl, er täte der Welt etwas Gutes, wenn er ihr mit Ator 4 einen weiteren bescheidenen Barbarenfilm schenken würde. Der Film ist in staubigen Videotheksregalen unter Titeln wie „Quest for the Mighty Sword“, „Ator III: The Hobgoblin“ oder auch einfach nur „Hobgoblin“ zu finden. In deutschen Landen ist der Film auch unter Troll 3 bekannt, obwohl der Film nichts mit den billigen Horrorfilmen Troll 1 und 2 zu tun hat. Lediglich die Verwendung derselben dämlichen, weil starren Goblin-Gummimasken könnten zur Verleihung dieses Titels geführt haben. Diesmal wurde zu allem Übel auch noch der Hauptdarsteller der Vorgängerteile, der ohnehin schon mittelprächtige Miles O’Keeffe, gegen das völlig Charisma-freie Milchgesicht Eric Allan Kramer ausgetauscht. Dieser langweilt die Zuschauer mit seinem nicht vorhandenen Talent in vielen Genre-Standardszenen, inklusive magischem Plastikschwert und Gummidrachen. Die Verwendung von D’Amatos Goblinmasken aus den Troll Horrorfilmen verleiht diesem Barbarenfilm dazu noch eine Spur unnötigen Ekel. Nachdem beispielsweise der widerwärtige Zaubergnom Grindl Sex mit Ators Mutter hatte, schlägt Ator den frechen Gnom samt seiner Hackfresse in zwei gleichgroße Scheiben. Für Hardcorefans des Barbarenfilms sind immerhin noch ein paar geklaute Ulkszenen verbaut worden, wie z.B. die Szene, welche stark an eine ähnliche Szene aus Indiana Jones erinnert: Ator betritt einen Raum mit zwei Meister-Schwertkämpfern, die eine gefühlte halbe Stunde mit ihren Zweihändern kunstvoll die Luft durchteilen, bis Ator plötzlich an seinem ausgestreckten Arm eine Handarmbrust herbeizaubert – woher auch immer – und die beiden mit gezielten Halsschüssen nieder streckt. Danach geht er mit seinem Kumpel lachend von dannen.

Troll 3 Trailer