Thor der unbesiegbare Barbar

Thor - Der unbesiegbare Barbar filmposterIn den Sternen und in den Eingeweiden der Toten steht geschrieben, dass „Thor, der unbesiegbare Barbar“ einst Herrscher der Welt sein wird. So lautet die Weissagung eines 1983 verbrochenen Barbarenfilms aus der Schmiede der grottigsten Italo-Filme aller Zeiten. Der Film spielt in einer Art Pseudo-Steinzeit und beginnt mit der Empfängnis von Thor und dem Tod seiner Eltern. Sein Vater „Kunz“ fuchtelt vergeblich mit dem mächtigen Plastik-Schwert des Gottes Teshar umher, als er und seine Frau von Vandalen getötet werden. Schwachsinniger Weise wird sogar das Neugeborene von einem Pfeil getroffen, was es jedoch anscheinend locker wegstecken kann, bevor es von dem Lumpen-Magier und zukünftigen Mentor Etna gerettet wird. Wenige Jahre später ist Thor dann zu einem dümmlich grinsenden Vollpfosten mit Vollhaar-Perücke heran gewachsen und wird von dem Magier in den „Dingen des Lebens“ unterwiesen. Dies gestaltet sich in erster Linie so, dass er Thor gegen alle möglichen Kannibalen, Räuber und Bekloppte antreten lässt und sich die haarsträubend schlechten Kampfszenen in Gestalt einer Eule aus sicherer Entfernung ansieht. Bei Thor von unbesiegbar zu sprechen ist in diesem Zusammenhang jedoch weit her geholt, da er die meisten Kämpfe nur durch Glück zu gewinnen scheint. Die perverse Spanner-Eule ist sogar zugegen, wenn Thor seine Frauen beglückt, um zu lernen was „Liebe“ ist: „Thor nicht schubsen! So behandelt man keine Frauen! Und jetzt nimm sie dir, sie ist schwach und hat wenig Kraft.“ Ähnlich schlaue Sprüche lässt der Eulen-Magier über den ganzen Film verteilt vom Stapel, so auch, als er Thor ein Pferd zum Reiten schenkt: „Nimm dieses Wesen, um schnell wie der Wind zu sein! Die Menschen werden es einst „Pferd“ nennen!“ Thors epische Quest in diesem Film ist den goldenen Samen der Götter zu finden, welcher sich als normale Getreidesamen entpuppt. Doch bevor er mit einer lüsternen Amazone an seiner Seite über sein Kornfeld herrschen kann, brennt ihm sein Erz-Widersacher, der Mörder seiner Eltern „Knut“, die Augen raus und schickt ihn in den Wald. Himmelschreiend komisch wie er Zombie-artig mit ausgestreckten Armen durch den Wald tastet und nur durch Glück nicht in Schluchten oder Bäche fällt. In einer Höhle reibt er sich dann kurzerhand eine Paste aus Höhlenmoos und Schlangengift auf die verbrannten Stellen und kann nach kurzer Zeit wieder sehen, so als ob nie etwas gewesen wäre. Mit Pferd und erneuerter Sehkraft ausgestattet kann er Knut schließlich besiegen und der voyeuristische Eulen-Magier ist glücklich. Der Film räumt in der Kategorie „unfreiwillig komisch“ einige Preise ab.

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