Gor

gor filmposterGor ist ursprünglich eine Art alternative Erde, welche als Setting für John Normans Romanreihe „Chronicles of Gor“ dient. Die Geschichten darin sind Werke aus Fantasy, Erotik und einem Hauch Philosophie, wie sie nur der Fantasie eines Mannes entspringen können, der Gewalt- und Sexfantasien literarisch ausleben möchte.

Dementsprechend handelt es sich bei der 1987er Verfilmung von Fritz Kiersch ebenfalls um eine Aneinanderreihung von Action- und Erotik-Abenteuern. Die Story dieses Barbarenfilms ist dabei so dünn wie die Nackedei-Optik plakativ: Der amerikanische Professor Tarl Cabot wird versehentlich durch einen magischen Ring in die barbarische Welt von Gor versetzt, wo er ein Land von der Unterdrückung durch den bösen Herrscher Sarn und seine Barbaren-Handlanger befreien muss. Das Land, in dem er gestrandet ist, ist so wild und brutal, dass der Wert eines Mannes daran bemessen wird wie gut er töten kann.

Nach einer bewährten Fitness-Montage verwandelt sich der Professor schnell in einen schlagkräftigen Kämpfer, der als Auserwählter-wider-Willen ein Land voller Barbaren- und Heroic-Fantasy Klischees durchwandern muss. Der Soundtrack ist eigentlich gar nicht schlecht gelungen, doch die Actionszenen sind äußerst billig geraten und die Handlung kommt durch die Buchvorlage noch eine gute Spur chauvinistischer rüber als im Standard-Barbarenfilm.

Gor Trailer