Was sind überhaupt Barbaren?

schwert„Was ist das Schönste im Leben eines Mannes?“
– „Zu kämpfen mit dem Feind, ihn zu verfolgen und zu vernichten und sich zu erfreuen am Geschrei der Weiber!“
Conan der Barbar (1982)

Barbaren sind in gewisser Weise der Inbegriff des Männlichen. Muskelberge und eine todesverachtende Determination in allen Handlungen, allerdings häufig auf Kosten der Intelligenz. Diese Wahrnehmung der Figur rührt sicherlich aus dem antiken Griechenland, als „Barbar“ noch die Bezeichnung für jemanden war, der schlecht oder garnicht Griechisch sprach. Anscheinend ist in Verbindung mit geschichtlichen Persönlichkeiten der wilden und unzivilisierten Völker wie der Kelten, Goten oder Wikinger das Bild des minderbemittelten Kraftprotzes entstanden, der erst zuschlägt und dann fragt. Besonders kampfwütige Exemplare unter den Barbaren nennt man Berserker. Diese können sich willentlich in einen wahren Blutrausch hinein steigern, in welchem sie Freund und Feind niedermähen wie eine große, durchgedrehte Sense. Weibliche Barbaren gehen vor allem auf das kriegerische Volk der Amazonen zurück.

Der Barbar der Popkultur

    barbaren der popkultur

  • ist ein unrasierter Muskelprotz mit Armen und Beinen wie Baumstämme.
  • ist extrem leicht in Rage zu bringen und ist dann als rasender Berserker kaum zu stoppen.
  • ist ein harter Kerl mit einer großen Schmerztoleranz. Erst wenn er seinen Kopf unter dem Arm trägt ist es vorbei.
  • ist ein begnadeter Waffenmeister mit einer Vorliebe für riesige Äxte oder Schwerter, die andere kaum heben können.
  • lebt nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Deshalb benutzt er selten Schilde und schreckt vor keinerlei Attacken zurück. Er kratzt und beisst zur Not, um den Sieg zu erringen.
  • ist meist nur spärlich bekleidet mit einem Lendenschurz und ein paar Tierfellen. Eine schwere Rüstung würde die Bewegungsfähigkeit des Barbaren zu stark einschränken und seinem aggressiven Kampfstil „Was tot ist, kann nicht zurück schlagen“ nicht entgegen kommen. Außerdem unterstreicht die knappe Kleidung seine Muskeln und damit seine magnetische Anziehungskraft auf Frauen. Weibliche Barbaren haben den „Ketten-Bikini“ salonfähig gemacht und geizen ebenfalls nicht mit ihren Reizen.
  • besitzt eine angeborene, animalische Anziehungskraft, bei welcher die Frauen reihenweise schwach werden. Der Barbar wechselt Frauen wie andere Socken. Er genießt sie wie guten Wein.
  • ist passionierter Fleischfresser. Gemüse ist für ihn nur unnötige Verzierung neben dem blutigen Steak.
  • liebt Met und Alkohol jeder Art. Beim Genuss von Spirituosen ist er kaum unter den Tisch zu trinken und scheint Eingeweide aus Stahl zu haben.
  • ist ein dunkler Typ im Stile von Conan: Eine Mischung aus keltischem, germanischem, slavischen und mongolischen Blut.
  • ist völlig furchtlos: Wenn es blutet kann man es töten…
  • ist nicht sonderlich intelligent und löst seine Probleme mit den Fäusten. Meist kann er nicht lesen und schreiben.
  • hatte meist eine schlimme Kindheit oder ist zumindest unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen, wodurch er extrem hart und ein Überlebenskünstler geworden ist.
  • ist ein wettergegerbter Naturbursche. Er durchschwimmst reißende Flüsse, erklettert Berge und jagt wilde Tiere in dunklen Wäldern.
  • lebt immer für den Moment, weil der nächste Gegner sein Tod sein könnte. Aber der Barbar fürchtet den Tod nicht. Im Gegenteil: Nur in blutigen Schlachten fühlt er sich wahrhaft zu Hause und lebendig. Er ist eine Killermaschine und lebt, um zu töten. Das ist schließlich das Einzige was er kann.
  • ist extrem abergläubisch und verabscheut Magie.
  • lebt häufig in einer Art Stamm, welcher einem Tier-Totem unterstellt ist. Wenn es im Stamm des Barbaren so etwas wie einen Magiekundigen gibt, dann ist es ein Schamane.
  • Brigette-Nielsen-Red-Sonja

  • Weibliche Barbaren sind meistens männerhassende Amazonen, die diese nur zum gelegentlichen Spaß oder zur Fortpflanzung brauchen.
  • Die meisten Barbaren haben eine lange und ungezügelte Mähne, oft sogar Vokuhila… Meistens werden die Haare jedoch mit irgendeiner Art von Stirnband gebändigt, damit beim Kampf der Blick auf die Opfer nicht behindert wird.
  • Kurzum: Ein Barbar lebt, liebt und tötet. Mehr braucht er (oder sie) nicht um glücklich zu sein.